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Pressebericht über die Generalversammlung der Bürger-Energie Grabfeld eG am 17.07.2014 in Obereßfeld:

Veröffentlicht von Administrator (admin) am 08.03.2016
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Am 17.07.2014 fand die Generalversammlung der Bürger-Energie Grabfeld eG in Obereßfeld statt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Wolfang Schubert konnte dazu 28 Mitglieder, die der Einladung gefolgt waren, begrüßen. In seinen Eingangsworten erwähnt Herr Schubert, dass im Jahr 2013 keine Investitionen getätigt worden, sondern ausschließlich die Betreuung der bestehenden 17 Photovoltaikanlagen im Vordergrund stand. 2013 war das Jahr um Erfahrungen mit den Anlagen zu sammeln. Hendrik Freund, Vorstandsvorsitzender, erklärte im Bericht des Vorstands, dass durch Sturm und Blitzschlag 2 PV-Anlagen beschädigt worden sind. Sowohl die angefallenen Reparaturkosten als auch der Ertragsausfall wurde durch die R+V Versicherung unproblematisch reguliert. In diesem Zusammenhang dankte Herr Freund den beteiligten Firmen und Partnern für die tatkräftige Unterstützung und sprach Ihnen dafür sein Lob aus.

Aus Ertragssicht war das Jahr 2013 ein schlechtes, resümierte Herr Freund. Deutschlandweit erreichte die Sonnenenergie gerade einmal einen Wert von 901kWh/kWp. Das war der niedrigste Wert seit 12 Jahren. Die PV-Anlagen der BEG konnten durchschnittlich eine Leistung von 900kWh/kWp erzeugen. Damit liegt die Energiegenossenschaft im Bundesdurchschnitt und sogar über dem regionalen Durchschnitt, der nur 843 kWh/kWp betrug. Mit dem Jahresüberschuss von ca. 23 TEUR war der Vorstandsvorsitzende dennoch zufrieden.

Vorstand und Aufsichtsrat haben den Mitgliedern eine Dividendenzahlung von 3,5 % vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde von den Mitgliedern einstimmig beschlossen, wie auch die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates.

Herr Freund nahm auch Bezug auf die geplante Änderung am Erneuerbaren Energie Gesetz, kurz EEG genannt. Zukünftig soll es eine EEG-Umlage auf selbsterzeugten und eigengenutzten Strom geben. Zwar ist eine Bagatellgrenze geplant, die kleinere Anlagen von der Umlage befreien soll, aber nach aktuellen Informationen soll diese bei nur 10kW liegen. Somit wären gerade mittelständische Unternehmen, für die künftig Energieeffizienz sehr wichtig ist, von der neuen Regelung betroffen. Mit einer eigenen PV-Anlage auf dem Haus oder der Firma wird schließlich kein öffentliches Netz belastet, aber trotzdem sollen darauf in der Zukunft Abgaben geleistet werden.

Ein weiteres Thema, dass eigentlich 2014 betrifft schnitt Herr Freund ebenfalls noch an. Im Jahr 2014 hat die BEG eG erstmals eine bereits bestehende PV-Anlage gekauft. Herr Freund teilte mit, dass die Anlage bisher sehr gut gelaufen ist und hier erstmals das Prinzip des Marktpreismodells, also der Verkauf des erzeugten Stroms an der Börse, angewandt wird. Nähere Informationen zu dieser Anlage wird er dann in der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 2014 zur Sprache bringen.

Auch dieses Jahr haben die Mitglieder wieder die Möglichkeit genutzt, um ihre Fragen an den Vorstand und Aufsichtsrat zu richten. So wurde gefragt, ob sich schon mit dem Thema Windkraftanlagen auseinander gesetzt worden ist. Der Vorstandsvorsitzende erklärte dazu, dass das Thema bereits besprochen wurde und aktuell der Standpunkt vertreten wird, nicht in eine Windkraftanlage zu investieren. Zwar gebe es bei dieser Form der Nutzung der erneuerbaren Energien die Möglichkeit von höheren Ertragschancen, allerdings steht dem auch ein erhöhtes Risiko gegenüber. Durch die momentane Größe der Genossenschaft sowie ein aktuelles Anlagevermögen von 1,8 Mio EUR würde ein Windrad ca. die Hälfte des Ertrages ausmachen. Bei einem Ausfall wäre das Risiko daher einfach zu hoch.

Zum Abschluss bedankte sich Herr Schubert bei den anwesenden Mitgliedern und wünschte noch viele sonnige Tage in 2014.

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